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Was du schon immer über Zirkus wissen wolltest…

…aber dich nie getraut hast, zu fragen 😉 Wie sieht der Zirkusunterricht aus? Davon erzählen euch Schülerinnen vom Gymnasium in Reutershagen und einer unserer Zirkustrainer.

Jede Woche nehmen an unserem Zirkusunterricht mehrere Kinder aus Rostocker Schulen teil.  Was zieht sie hierher an? Was kann man im Zirkuszelt ausprobieren? Wie gestaltet man derartigen Unterricht und was muss beachtet werden? Wir unterhielten uns darüber mit Josina (10) und Johanna (11) vom Gymnasium Reutershagen und unserem Zirkuspädagogen, Johannes.

Was gefällt euch hier am besten?

Josina: Ich mag das Rhönrad sehr gerne, das macht auch Spaß, aber das Trapez finde ich aber auch sehr gut.

Johanna: Das Trapez hat mir gestern sehr gefallen.

Was ist am schwierigsten oder am einfachsten im Zirkus?

Josina: Ich fand persönlich das Rhönrad am einfachsten. Es gibt aber vielleicht auch einfachere Sachen wie Flower Sticks. Am schwersten war für mich Rola Bola, weil man am Anfang herausfinden muss, wie man sein Gewicht ausgleicht, damit man nicht gleich runterfällt. Aber mittlerweile geht es auch.

Johanna: Am einfachsten fand ich Rola Bola, das Rhönrad war schwerer.

Welche Eigenschaften muss man haben, um im Zirkus Erfolg zu haben?

Josina: Man muss einen guten Gleichgewichtsinn haben und motiviert sein.

Johanna: Ich würde sagen, es kommt darauf an, was man machen will. Wenn man z.B. Akrobatik trainiert, muss man turnerisch und kräftig sein.

Einmal selbst ein Artist werden…

Was hat euch dieser Zirkusunterricht gebracht?

Josina: Das hat vor allem viel Spaß gemacht. Vielleicht könnte ich damit noch woanders weitermachen.

Johanna: Ich turne selber, bisher hatte ich aber keine Möglichkeit, das Trapez oder das Rhönrad ausprobieren. Man weiß auch nicht, wo man das ausprobieren könnte und das was hier genau richtig.

Josina: In Rostock gibt es z.B. auch keine Rhönrad-Workshops. Deswegen war es eine gute Möglichkeit, sowas ausprobieren zu können.

Wir laden euch also herzlich zu unserer Zirkusschule ein! Danke für das Gespräch.

Die Schüler vom Gymnasium in Reutershagen tasten sich auf Akrobatik und Trapez langsam voran.

Das Projekt, an dem die beiden Mädchen teilnehmen, wird u.a. von Johannes, unserem Zirkuspädagogen, betreut.

Wie viele Kinder trainieren jetzt bei dem Projekt?

Heute trainieren 24 Schüler von dem Gymnasium in Reutershagen. Es ist eine 6. Klasse, die Kinder sind also ungefähr 12-13 Jahre alt. Ihre Lehrerin war gestern sehr begeistert, weil diese, die sonst Probleme machen, sind heute ruhiger, weil sie jetzt beim Zirkus mitmachen.

Wie führt man derartiges Zirkusprojekt durch? Aus welchen Phasen besteht es?

Es kommt ein bisschen auf das Projekt an. Dieses dauert nur zwei Tage und ist auch ohne Show geplant. Am Morgen machen wir immer eine Begrüßung, gestern haben wir ihnen den Platz gezeigt, damit sie wissen, wo sie sind und was sie dürfen und nicht dürfen. Das Zirkuszelt ist für die meisten Kinder schon etwas Besonderes, deswegen ist es auch schön, wenn sie es besser kennenlernen können. Danach machen wir ein paar Spiele oder Aufwärmübungen. Gestern haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine hat Rhönrad, die andere Kugel und Rola Bola gemacht. Dann haben wir die Gruppen gewechselt, dass sie dadurch, dass wir keine Show haben, möglichst viele Disziplinen trainieren und kennenlernen.

Unter Aufsicht des Trainers kann nichts schiefgehen!

Sie konnten also alles ausprobieren?

Nein. Wenn man sagt, sie können alles machen, dann hat man meistens erstmal Chaos. Deswegen ist es gut zu sagen: Zuerst macht ihr dreiviertel Stunde Rhönrad und dann tauschen wir die Gruppen. Am Ende machen wir auch eine halbe bis dreiviertel Stunde freies Training, weil die Konzentration meistens schon nachlässt und Kinder haben schon Grundlagen. Sie wissen wie man z.B. mit dem Rhönrad umgeht.

Welche Schwierigkeiten gibt es dabei? Worauf muss man bei der Arbeit mit Kindern in dieser Altersgruppe besonders aufpassen?

Es gibt Kinder, die von der Entwicklung schon weiter sind, sie sind schon fast in der Pubertät. Manchmal haben sie keine Lust mitzumachen. Man muss sie überzeugen. Manchmal gibt es z.B. zwei Kinder nicht so begeistert sind, man muss aber darauf achten, dass sie die anderen nicht mitreißen.

Was ist deine Lieblingszirkusdisziplin?

Früher, vor 3 Jahren, war das Partnerakrobatik. Inzwischen aber Rola Bola. Trapez finde ich auch gut.